Gartnerlien I

Mix & Match-Verkleidung, die sich perfekt in ihre Umgebung einfügt

Das norwegische Unternehmen TAG Arkitekter hat am Stadtrand von Bergen ein Trio von Wohngebäuden fertiggestellt, die alle mit schlanken vertikalen Thermory-Kiefernplatten verkleidet sind, um einen Bezug zu den Nadelbäumen der Umgebung herzustellen. Das Projekt mit dem Namen Gartnerlien wurde im vergangenen Winter 2020 in Zusammenarbeit mit dem Bauträger Bonava fertiggestellt.

Das Projekt befindet sich ca. 20 Autominuten südlich der Stadt Norwedigan und umfasst drei fünfstöckige Gebäude, die auf einem großen, hügeligen Grundstück in Sandslimarka in den Hang hinein gebaut wurden. Wege und Straßen schlängeln sich um den Komplex mit mehreren Eingängen auf verschiedenen Höhen, wobei sich die Garagen unter der Erde befinden.

„Das Gelände hat einige unterschiedliche Höhen und einen dichten Kiefernwald“, sagte Birthe Maria Ervik, die Projektarchitektin von TAG Arkitekter, in einem Interview. „Unser Konzept war es, mit einer vertikalen Ausrichtung und der Materialbeschaffenheit der Bäume vor Ort zu spielen, und deshalb haben wir die Idee der vertikalen Thermokieferverkleidung eingeführt.“

Die thermische Verkleidung bedeckt die drei Gebäude vertikal, um die Höhe der Bauwerke zu unterstreichen und die Größe der Kiefern hervorzuheben. Auch die äußeren Brüstungen der Terrassen und die Trennwände verfügen über schmale, vertikale Lamellen. Die Fenster der Apartments sind relativ hoch und erstrecken sich von der Decke fast bis zum Boden und bieten einen Blick auf den Wald und den zentralen Gemeinschaftsgarten von Gartnerlien. TAG Arkitekter hat mehrere andere Wohngebäude in ganz Europa entworfen, wobei das Studio das erste Mal die Thermory-Profile für ein Haus in Nordås, ebenfalls südlich von Bergen verwendete.

Bei der Auswahl der Art und Größe der Thermory-Produkte für Gartnerlien arbeitete TAG Arkitekter mit dem Lieferanten Moelven zusammen. „Ich mag sowohl die warme, natürliche Farbe als auch die glatte Oberfläche dieses Produkts“, sagt Ervik. Das Team entschied sich für Thermory-Profile aus Kiefer, die in einer schmalen Anordnung verlegt wurden, um dem traditionellen norwegischen Verkleidungsstil „tømmermannskledning“ (Zimmermannsplatten) zu ähneln. Unterschiedliche Profilbreiten bringen auch unterschiedliche Details zur Geltung. „Für alle Bereiche, in denen wir die vertikale Anordnung zwischen den Fenstern betonen wollten, haben wir eine noch schmalere Breite der Profile verwendet, die man an den Fassaden sehen kann“, fügt sie hinzu. „Für die Wände, die die Balkone abschirmen, haben wir eine andere Art von Verkleidung verwendet, die eine glattere Oberfläche garantiert, eine Verlagerung in der Verkleidung vorgenommen und das Gesamtvolumen mit Öffnungen versehen.“

Die drei Wohngebäude A, B und C sind so angeordnet, dass A und C einander gegenüberliegen sich mit großen privaten Terrassen in ihrer Größe ähneln. Das Gebäude B liegt dazwischen und ist etwas schmaler und länger. In den Gebäuden gibt es eine Kombination aus Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen. Die Innenräume von Sandslimarka sind mit hellen Holzböden und Wänden in Grün und Weiß ausgestattet. Ein Großteil der Küchen hat u-förmige Theken, wodurch mehr Stauraum und Effizienz gewährleistet werden kann. Für die ersten beiden Gebäude (A und B) wollte Bonava geräumige Wohnungseinheiten mit großen privaten Balkonen für alle und beim dritten Gebäude (C) eher einen Größenmix“, so Ervik. Die drei Gebäude sind durch Außenwege aus rotem Backstein miteinander verbunden, die im Kontrast zu den umliegenden Grünflächen und den Naturholzplatten der Außenanlagen stehen. „Zusammen mit dem Grün der Pflanzen und dem natürlichen Holz sieht es wirklich gut aus“, fügt Ervik hinzu.

Abgerundet wird die Anlage durch Rasenflächen, Kiefern und einen offenen Platz mit einem gemeinsamen Gebäude, das allen Bewohnern zur Verfügung steht und mit einer doppelten Holzverkleidung versehen ist. Das Gemeinschaftsgebäude ist einer Orangerie nachempfunden – einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, das auf dem Gelände von Herrenhäusern errichtet wurde und in dem Topfobstbäume zum Schutz in den Wintermonaten untergebracht waren. Ähnlich wie ein großes Gewächshaus oder ein Wintergarten haben Orangerien ihren Ursprung in Europa in den Renaissance-Gärten italienischer Villen. Bei dem Projekt von TAG Arkitekter ist die Orangerie ein Ort, an dem sich die Mieter versammeln können. „Die Idee ist, dass die Bewohner diesen Raum für Veranstaltungen wie Geburtstage, Buchclubs oder andere Zusammenkünfte nutzen können“, sagt Ervik. „Sie können ihn auch zur Unterbringung Ihrer Pflanzen nutzen, sodass diese sowohl innen als auch außen eine Möglichkeit der Bewässerung haben.“ Im Winter kann es als Gewächshaus genutzt werden, um Pflanzen im Freien vor dem rauen Klima Norwegens zu schützen.

Fotos: Veronika Stuksrud

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